Die Entscheidung steht schon eine ganze Weile fest, aber darüber gesprochen bzw. geschrieben habe ich noch nicht. In Berlin, unserer ach so tollen Hauptstadt, ist das als wahnsinnig förderlich verschriehenes Schulprojekt entgültig gescheitert. Die Zusammenlegung von 1. und 2. Klasse war die Idee und sollte einen gegenseitigen Nutzen bringen: die jüngeren Schüler sollten sich von dern Älteren helfen lassen, Unterstützung bekommen; die älteren Schüler würden dabei ihre soziale Kompetenz verbessern und dabei das zuvor Erlernte nachhaltig festigen. Was richtig gut und vielversprechend klang, hat sich in der Realität nicht durchgesetzt. Kaum etwas beschreibt die tatsächliche Lage als das Wort "Zwei-Klassen-Gesellschaft". Obwohl es in diesem Fall eher "Zwei-Klassen-Klassen" heißen müsste. Das Prinzip bleibt aber das Gleiche. Zu versuchen aus zwei unterschiedlichen "Gruppen" in dem Fall Klassen eine zu formen, ist nicht möglich bzw. konnte einfach nicht erreicht werden. Der Unterschied in der Entwicklung der Kinder scheint offenbar zu groß zu sein. Zudem wurde der Unterricht zum Teil tatsächlich in zwei Klassen geteilt. Denn trotz aller unterstützenden Leistungen der Älteren, darf die eigene Weiterentwicklung der Schüler nicht vergessen werden. Sie müssen sich zwangsläufig neuem Lernstoff widmen und selbst noch viel lernen. Doch was machen die Jüngeren, wenn die Älteren lernen? In dem Alter hören sie sicher nicht staunend zu! Wahrscheinlich stören sie sogar - mehr oder weniger absichtlich - den Lernprozess der Älteren. Dass das Projekt der Jahrgangsmischung (noch) nicht ausgereift ist, steht außer Frage, dass die Durchführung nun auf freiwilliger Basis erfolgt, steht selbsterklärend für sich. Ich würde ein Zwischen-Modell empfehlen, dass in einigen Fächern eine gemeinsamen Unterricht beinhaltet, etwa beim Sport oder in Kunst. Grundlegende Fächer, wie Mathematik oder Deutsch sollten jedoch getrennt unterrichtet werden!
Und es ist schon wieder passiert...
Dass ich auch nie aus meinen Fehlern lernen kann. Wenn das meine Schüler wüssten!?! Eigentlich ist die Motorrad-Saison ja schon längst vorbei...eigentlich. Denn eigentlich ist das Wetter zu dieser Jahreszeit auch nicht mehr ansatzweise zum Cruisen auf dem Bike geeignet. Aber wer mal rausschaut, würde nicht denken, dass morgen schon Dezember ist. Ob nun durch den Klimawandel oder einfach nur Zufall: der November war der trockenste November seit Wetteraufzeichnungen. Dazu auch noch von den temperaturen recht mild und so wollte ich gestern nur noch eine Saison-Abschiedsrunde drehen und die Maschine dann winterfest machen. Aber es kam, wie es kommen musste, wenn man nur noch einmal etwas machen möchte: es passiert etwas!
Bei guten Straßenverhältnissen und angemessener Geschwindigkeit machte ich mich auf dem Weg in den Nachbarort. Die Landstraße war frei die Sonne stand auch recht günstig. Nach guter und spaßiger Hinfahrt war ich schon wieder fast zu Hause, als ein Fuchs aus dem Nichts aus der Böschung schoss und auf dei Straße lief. Auch wenn ich weiß, dass man weder stark bremsen, noch versuchen sollte auszuweichen, kann man gegen seine Reflexe manchmal einfach nichts machen. Und so zog ich knapp vorbei und verlor irgendwie die Kontrolle. Ich fiel mit samt der Maschine auf die Seite und machte eine ordentliche Schlitterpartie. Ende vom Lied: Motorrad zerkratzt, Motorrad-Klamotten verschlissen, aber der Fuchs lebt. Auch nicht schlecht! Aber man muss schon sagen: Glück im Unglück. Ich hätte auch schneller unterwegs sein können oder statt einem Fuchs wäre ein Reh aufgetaucht, dass ich vielleicht erwischt hätte. Und bis auf ein paar Schürfwunden ist bei mir alles in Ordnung. Also bis zum zum nächsten Mal!
Das neue Schuljahr hat schon wieder angefangen, bevor ich mich vom alten überhaupt ansatzweise erholen konnte. Aber das ist irgendwie immer so, meinten zumindest meine Kollegen. Auch über die freie Zeit gab es ja andauernd Berufliches zu erledigen, denn die Lehrpläne mussten erarbeitet werden und ich wollte ja grünes Licht für eine etwas freie Form des Unterrichts. Das habe ich ja schon erzählt, dass mich dieser typische Frontal-Unterricht nervt und ich die Schüler lieber mehr als mich reden lassen würde. Das musste ich erst dem Kollegium vorstellen, schließlich sogar dem Direktor. Ganz zu schweigen von den ganzen E-Mails aus der Schule... Doch nicht nur mit neuen Unterrichtsformen werde ich dieses Halbjahr Neuland betreten, ich werde auch zum ersten Mal Klassenlehrer. Das bedeutet, dass ich eine Klasse von der fünften bis zur zehnten Stufe begleiten werde, Elternabende und Sprechstunden abhalte, eine Klassenfahrt organisiere und für meine Schüler Ansprechpartner und Freund sein soll. Eine ganz schön große Verantwortung. Was, wenn ich die totalen Chaoten bekomme? Was, wenn mir der Großteil der Schüler unsympathisch ist? Jemanden zu unterrichten, der einem unsympathisch ist, geht ja locker – wer das nicht kann, sollte definitiv kein Lehrer werden. Aber so jemanden fünf Jahre lang zu begleiten, das ist eine ganz andere Geschichte. Ich kann euch aber beruhigen, dass ich mir mal wieder viel zu viele Gedanken gemacht habe. Meine Klasse, die 5 C, besteht aus 14 Mädchen und 12 Jungs, die wirklich alle total lieb sind. Und ich glaube, mich mögen sie auch. Bin ja auch noch einer der jüngsten Lehrer im Kollegium und da fällt es den Kleinen natürlich leichter, sich mit mir zu identifizieren. Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Wenn ihr Ideen habt, wohin die Klassenfahrt nächstes Jahr gehen könnte, immer her damit!
Die Schule lässt mir einfach keine Ruhe und das obwohl doch gerade Ferien sind und im Grunde nicht all zu viel passieren dürfte. Dennoch bekomme ich fast täglich E-Mails von meinem Vorgesetzten, um die Lehrpläne für das neue Schuljahr zu besprechen, die ich eigentlich schon vollständig bearbeitet und mehrmals überarbeitet habe. Aber irgendwas gibt es anscheinend immer noch daran auszusetzen! Aber gut, da muss ich wohl durch!
Ein wenig bin ich wahrscheinlich auch selbst daran Schuld, da ich versucht habe, das neue Jahr etwas anders zu gestalten. Ich würde gerne versuchen, mehr Aktivität in meine Klasse zu bekommen, statt nur mittels Frontalunterricht Wissen zu vermitteln, dass dann doch wieder vergessen wird. Ich möchte mich dabei ein wenig an die Art des Lernens in einem Studium halten. Ich habe in den letzten Wochen hier und dort mal hospitiert, habe mir Seminare und Vorlesungen an Fachhochschulen und Universitäten angeschaut und mich ein wenig inspirieren lassen. Dabei ist mir vor allem eine Methode besonders ins Auge gefallen: wenn ein paar Studenten zu einem Thema der Veranstaltung quasi den Unterricht leiten und moderieren.
Das erfordert zwar viel Eigeninitiative und auch Interesse an dem Thema, so dass das für Schüler etwas schwieriger werden könnte, aber versuchen möchte ich es gerne, um das Lernen aktiver anzuregen. Dabei sollen sich die Schüler, die das Thema vorstellen, mit den für sie interessanten Aspekten befassen und diese präsentieren. Alle anderen sollen sich darüber auch Gedanken machen und Fragen und Gedanken formulieren, die sie unbedingt zu dem Thema wissen möchten, um dann in eine Diskussion einzusteigen, um alles Wichtige in einem Tafelbild festzuhalten! Klingt spannend, kann aber auch nach hinten losgehen! Mal abwarten!
Manchmal bringen mich meine Schüler echt zur Weißglut! Das bringt der Lehrerberuf zwar so mit sich, aber irgendwann ist bei jedem einmal die Grenze erreicht. Ich will nicht aufgeben und einen Schüler, der ganz offensichtlich Hilfe benötigt, abschreiben. Mir sind gerade diese Jugendliche besonders wichtig, weil sie es meist schwerer im Leben haben als andere.
Dennoch ist es nicht leicht, immer wieder von neuem anfangen zu müssen, immer wieder die gleiche Leier, die gleichen Probleme anzusprechen und das Gefühl zu haben, dass es sehr wahrscheinlich wieder nicht angekommen ist und dass man in zwei oder drei Wochen an der selben Stelle sitzt und die gleichen Dinge bereden wird. Das ist schon ziemlich deprimierend! Gerade wenn man von den Eltern oder in dem Fall von der Mutter nicht viel Hilfe erwarten kann.
Ich weiß, dass es insbesondere alleinerziehende Mütter schwer haben, dass sie mehr leisten müssen, dass sie, wenn sie auch noch berufstätig sind, kaum Zeit für sich haben und daran auch zerbrechen können. Aber das gehört zum Leben und man hat eine Verantwortung für sein Kind und man muss alles geben, damit es seinem Kind gut geht.
In meinem Fall kann man eigentlich ein wenig froh sein, dass die Mutter im Grunde im Leben steht, dass sie einen guten Beruf hat und es dem Kind nur an eines fehlt, an Aufmerksamkeit und Zuwendung! Die Mutter arbeitet Tag ein Tag aus, kommt immer spät nach Hause, auch mal erst spät in der Nacht. Und ihr Sohn macht nichts weiter als Unsinn, macht keine Hausaufgaben, weil es zu Hause niemand kontrolliert, kommt immer müde in die Schule, weil es wahrscheinlich bis tief in die Nacht Fernsehen schaut. Er ist nur am Quatschen, weil er wahrscheinlich zu Hause niemanden zum Reden hat. Und die Mutter tut nichts dagegen, sie lässt sogar Termine mit mir platzen! So wird sich nichts ändern!
Und jetzt ist es doch passiert! Nach einer ziemlich kritischen Phase und dem anschließenden Kuschelkurs gehen meine Eltern in Zukunft wohl doch getrennte Wege. Dabei sah es doch tatsächlich so aus, als sie sich wieder zusammenraufen würden. Aber nun gut, wenn es nicht mehr geht, dann geht es halt nicht mehr.Und wenn man unglücklich ist, dann sollte man das tun, was einem wieder glücklich werden lässt. man sollte zwar nicht sofort den Kopf in den Sand stecken und bei der ersten Krise alles übern Haufen werfen, aber irgendwann muss man sich vielleicht auch eingestehen, dass es einfach nicht mehr funktioniert. Und versucht haben es meine Eltern wirklich. So richtig glauben kann ich das zwar noch nicht, weil es einem so Unwirklich vorkommt. Ich kenne sie ja nur zusammen und kann mir nicht vorstellen, dass sie nicht mehr zusammen sein sollen.
Aber gut, besser so als ob sie sich für den Rest ihres Lebens auf die Nerven gehen, sich gegenseitig runterziehen und fertig machen. Auch wenn ich selbst davon nie oder nicht viel mitbekommen habe, scheint es doch einige Probleme zu geben und die nicht erst seit Kurzem.
Meine Oma hat den Fehler gemacht und ist bis zum bitteren Ende bei ihrem Mann geblieben (nicht mein richtiger Opa) und was hat sie davon gehabt?! Viel Ärger und Unglück und nachdem ihr Mann gestorben war auch noch Schulden, von denen sie nichts wusste. Und wofür das Ganze? Dafür dass im Dorf nicht geredet wird, weil sie ja schon einmal verheiratet war und eine zweite Scheidung ja eine Katastrophe gewesen wäre. Tut mir Leid, aber das ist für mich nicht nachvollziehbar und würde für mich niemals in Frage kommen. Wie heißt es immer so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
Na mal abwarten! Hauptsache keiner von meinen Eltern will zu mir ziehen, dann hätte ich wohl den Schrecken ohne Ende!
Ich bin ja bekennender Motorradfan und schaue mir auch gerne Rennen im TV an, doch zur Zeit mutiere ich langsam aber sicher zu einem Formel-1-Junkie. Die letzte Saison war ja schon sehr interessant und überaus spannend. Vor allem das Herzschlagfinale als Sebastian Vettel doch noch Weltmeister geworden ist. Klasse! Ich muss zugeben, ich bin kein Fan, der sich total gut auskennt oder nur ansatzweise die neuen Regeln (von denen es ja neuerdings eine Menge gibt) kennt. Die Ära Schumacher habe ich auch nur am Rand mitbekommen. Klar habe ich damals das ein oder andere Rennen gesehen. Und ich habe mich auch stets gefreut, wenn Schumi schon wieder gewonnen hat und wieder Weltmeister wurde und wieder und wieder…langweilig! Das hat mir einfach kein Spaß gebracht. Diese Dominanz von 2-3 Rennställen war einfach nur ermüdend und hatte mit Spannung nicht viel zu tun. Da ging es doch nur cdarum, wieviele Rennen der Schumacher wohl hintereinander gewinnt!
Aber jetzt ist alles anders, Spannung pur. Nicht nur, dass es in den letten drei Jahren drei verschiedene Weltmeister gab. Durch die Rückkehr von Schumi wurde das Ganze noch ingteressanter und das er zur Zeit sehr schlecht ist, macht das noch besser. Man wartet ja bei jedem Rennen darauf, dass der Knoten platzt und Schumi wieder vorne ist. Gleichzeitig macht Vettel ein Klasse-Rennen nach dem anderen und ich frage mich, ob er das mit so jungen Jahren durchhalten kann. Dann gibt es noch 2-3 andere Fahrer wie Hamilton, Alonso oder Button, die selber schon Weltmeister waren und absolut auf gleichem Niveau fahren!
Das Gesamtpaket Formel 1 stimmt wieder und steht für Hochspannung. Und ich nicht nur bei mir…meine Frau, die sonst nach dem Start stets eingschlafen ist, fiebert mit mir! Und da sag noch einer, dass das nur ein Männersport ist!!!